am Sonntag.19 Februar 2006, 00:00:00 von Chez in Übersicht > Horror Autor bezogener Score: 86/100 6.5 - 6 Abstimmungen -
In True Fear spielt ihr Lucy, ein Mädchen dessen Klasse heute frei bekommen hat, weil sich ein Mädchen namens Janin umgebracht hat. Janin und Lucy waren früher gut befreundet, doch Menschen ändern sich nun mal. Janin wurde immer mehr zu Außenseiterin und um nicht das gleiche Schicksal zu erleiden, ging Lucy ihr fortan aus dem Weg.
Nach einem ziemlich kurz gehaltenem Intro dürft ihr bereits die erste Aufgabe erfüllen indem ihr aus einem Café flüchtet weil ihr nicht bezahlen könnt. Kurz darauf nimmt das Spiel eine entscheidende Wendung und der Horror beginnt.
Nachdem ihr kurzzeitig von einigen seltsamen Botschaften und gelegentlichen Blutflecken verwirrt werdet, wird das Spiel durch einen Blick in den Spiegel dem versprochenen Genre gerecht. Ihr findet euch im selben Lagerhaus wieder. Doch alles ist anderes. Die paar Blutflecken haben sich in ein paar Eimer verwandelt und es hängen, liegen und stehen jetzt so gut wie überall Leichen im Lagerhaus herum. Unheimliche Geräusche, Räume die man kein zweites mal betreten möchte und Puppen die einem, wie in so viele anderen Spielen auch, mehr Angst machen als alles andere sind nun an der Tagesordnung.
Wer den Horror des Lagerhauses überlebt darf sich auf ein Treffen mit der Putzmunteren Janin freuen die die eigene Verwirrung nur steigert und darf sich dann endlich nach diesem „kleinen“ Zwischenfall in die U-Bahn setzten und nach Hause fahren. Schön wär’s… Alles was ihr dürft ist in eine verlassene U-Bahn Station zu gehen um dann attackiert zu werden. Hier endet die Demo. Zugegeben ein ziemlich fieses aber raffiniert platziertes Ende.
True Fear baut auf dem äußerst sadistischem Prinzip auf den Spieler immer dann spielen zu lassen wenn er am wenigsten Lust dazu hat. Die Atmosphäre ist überraschend gut und dass Game erinnert stark an Silent Hill – nicht zuletzt deswegen weil diverse BGM’s aus dieser Spielreihe verwendet wurden. Auch wenn der Windowskin ziemlich hässlich ist, das Menü ist umgestaltet worden. Dinge wie „Schritte“ oder „Spielzeit“ sind entfernt worden.
In der Demo konnte man nicht wirklich irgendwelche Kämpfe bestreiten was die Frage nach dem verwendeten KS offen lässt. Das Gameplay ist gut, es gibt keine „Geschwindgkeits-Raub“ bei der Spielfigur, was ja bekanntlich oft verwendet wird um Realität zu erzeugen, eigentlich aber nur ein Spaßkiller ist.
Das Mapping ist wirklich beachtlich und die Charaktere werden ebenfalls gut rübergebracht. An vielen Stellen im Spiel reagiert Lucy allerdings deutlich zu gelassen angesichts der vielen Leichen und des vielen Blutes.
Zusammenfassung:
Plus:
- Gutes Gameplay - Super Atmosphäre - Tolles Mapping - Verändertes Menü – wenn auch hässlicher Windowskin
Minus:
- Lucy reagiert oft zu gelassen, ansonsten nichts zu beanstanden
Wertung: 86/100
Eine spitzten Demo die einfach nur Bock auf mehr macht!