Uebersicht:
Adh Seidh
|
Die Schwarze Annis
|
Banshee
|
Bendith Y Mamau
|
Bodach
|
Boggarts
|
Bogies
|
Brownies
|
Cluricauns
|
Elfen und Elben
|
Feen und Fées
|
Goblins
|
Leprechauns
|
Pixies oder Piskies
|
Sheerie
|
Musik an/aus

Adh Seidh
Irische Geister. Sie wurden noch von keinem Menschen gesehen, der bei vollem Bewußtsein war
(und ich frage mich, wie man dann darauf kommt, daß es sie gibt...). Trotzdem heißt es, daß
sie erschreckend aussehen und Hexen ähneln. In anderen Erzählungen widerum heißt es, sie
ähnelten wunderschönen Frauen, die allerdings darauf lauern, einen Menschen zu vernichten.
Sie erscheinen allerdings bloß Erpressern, korrupten Führungskräften, Kindermißhandlern,
Lügnern und anderem zwielichtigen Gesocks...also hat der Großteil von uns eh nichts zu befürchten.

Die schwarze Annis
Die Moore und Hügel der schottischen Highlands sind die Heimat dieser schönen Gestalt! Sie
wurde angeblich schon in vielen gegenden Schottlands gesehen, vom ben Lomond bis zum Pentland
Firth, und es scheint so als habe sie keine feste Heimat. Das liegt wahrscheinlich daran, daß
jeder Bericht über ihr Erscheinen die Mütter dazu bringt, ihre Kinder einzuschließen, und sogar
den tapfersten Highlander nach einem Wegbegleiter suchen läßt, so daß sie keine Beute mehr
machen kann und weiterziehen muß.
Verschreckte Jagdgehilfen die aus dem Moor zurückkamen, haben die schwarze Annis als widerliches
altes Weib beschrieben, welches sich von jedem anderen Weib durch die blaue Haut und das
einzige, durchdringend blickende Auge unterscheidet. Gewöhnlich wird sie geschildert, wie sie
auf einem Knochenhaufen vor einer Höhle sitzt. Soll ja auch gemütlich sein... ;o) Versammeln
sich jedoch einige Leute, um sie aus der Gegend zu vertreiben, so ist sie schon längst davon-
gezogen. Nur der Knochenhaufen bleibt übrig. Bei dessen genauerer Betrachtung kann man dann
erkennen, daß sie sich auch mit Schafen etc. begnügt, wenn sie keine Menschen zu fassen kriegt.

Banshee
Bei den keltischen und gälischen Völkern ist die Banshee ein selten gesehener, aber umso öfter
gehörter weiblicher Geist. Sie soll eine Frau mit wildwuchernden schwarzen Haaren und vom
Weinen roten Augen sein und ein grünes Kleid und einen grauen Umhang tragen. Sie stößt
entsetzliche Schreie aus, die eine Mischung aus dem Heulen eines Wolfshunds, dem Schrei einer
Wildgans, dem Weinen eines verlassenen Kindes und den Schmerzensschreien einer gebärenden Frau
sein sollen. Dieses Heulen ist besonders scheußlich, wenn es im Dämmerlicht eines trüben
Sommertags über den Mooren und Seen als Echo widerhallt.
Das Heulen einer Banshee kann nur eines bedeuten - nämlich daß ein Mitglied der Familie sterben
muß. Der Betroffene mag sich gerade weit weg von zu Hause aufhalten, die Banshee warnt dessen
oder deren Familie in der Heimat.
Das Wort "banshee" kommt von den keltischen Wörtern bean seidh. Sie bedeuten "Frau der Feen".
Viele alteingesessene Fanilien in Irland sowie in den schottischen Highlands behaupten, daß
sie ihre ganz persönliche Banshee haben. Oscar Wilde soll eine gehört haben, als seine Mutter
starb.

Bendith Y Mamau
Besonders unangenehme Elfen aus Wales. Sie sind vermutlich das Ergebnis einer Kreuzung zwischen
Elfen und Kobolden. Im Gegensatz zu echten Elfen, die für ihr hübsches Äußeres bekannt sind,
sind die Bendith Y Mamau verkümmerte, häßliche kleine Wesen. Sie haben mit den Sterblichen
nicht viel am Hut, bis auf die Tatsache, daß sie deren Kinder stehlen. Auch hierin unter-
scheiden sie sich von den wahren Elfen, die nur neugeborene Kinder klauen. Sie aber entführen
Kinder, die schon laufen und sprechen können und ersetzen diese dann durch ihre eigenen
häßlichen Kinder, die sogenannten Crimbils. Eltern , die für das notwendige zauberwort zahlen,
können ihr Kind durch Fürsprache einer Hexe zurückbekommen.

Bodach
Ein boshafter Hausgeist der schottischen Highlands. Er sieht aus wie ein verschrumpelter
kleiner alter Mann und hält sich tagsüber im Kamin auf. Dort lebt er bequem mitten im Rauch
der brennenden Holzscheite und achtet mit wachem Ohr auf die Kinder, die abends anfangen,
Theater zu machen, wenn sie in's Bett gehen sollen.
Sobald es völlig dunkel ist, schlittert der Bodach den Kamin hinunter, zwickt die Kinder in
Zehen, Ohren und nase, zieht ihnen die Augenlider hoch und schaut ihnen in die schreckge-
weiteten Augen. Schließlich quält er sie noch mit Albträumen. Wird das Kind "artig" läßt der
Bodach es in Ruhe.
Immer wieder eine gern erzählte Geschichte im Kindergarten...*hehe*

Boggarts
Diese Hausgeister sind offenbar mit den Brownies und den Bogies verwandt. Allerdings sind sie
viiieeel arglistiger als die Bogies und mit Sicherheit nicht so hilfsbereit wie die Brownies.
Die Boggarts sind gnomartige kleine Geschöpfe, dunkelhäutig und behaart, mit Fingern, die sich
in alles einmischen und ungeschickten Füßen. Ihre Kleidung besteht aus abgerissenen schmutzigen
Lumpen.
Die Gegenwart eines Boggarts in einem Haus oder auf einem Bauernhof zeigt sich durch eine un-
gewöhnliche Häufung kleinerer Mißgeschicke und durch ständige Geräusche während der Dunkelheit.
Sie werfen Milchkannen um, reißen Kordeln an Fenstervorhängen ab, halten Hennen vom Eierlegen
ab, erschrecken Katzen, bringen Hunde dazu, grundlos zu bellen, schmeißen Türen zu, lassen
Wasserhähne laufen, verstopfen Abflüsse, blasen Kerzen aus und wecken schlafende Babys, indem
sie ihnen in die Nase zwicken.
Das Problem mit ihnen ist, daß niemand bisher gelernt hat, wie man sie besänftigen kann oder
am besten los wird. Hausbesitzer, die von Boggarts heimgesucht werden, haben oft keine andere
Wahl, als sich ein neues Haus zu suchen. Dabei sollten sie ziemlich schnell sein, sonst ver-
stecken die Biester sich im Umzugswagen.

Bogies
Die Begriffe Bogies, Bogey-Männer und Bogles bezeichnen eine Anzahl arglistiger, aber ziemlich
harmloser Erdgeister. Sie lieben die Dunkelheit oder zumindest das Halbdunkel und suchen sich
deshalb ihre Wohnungen in Schränken, Kellern, Scheunen, Dachböden, hohlen Bäumen, verlassenen
Bergwerken, aber auch in Höhlen, Felsspalten und ähnlichen Zufluchten. Besonders stolz sind
Bogies auf solche Plätze, an denen die Menschen Dinge lagern, die sie nicht mehr gebrauchen
können, die sie aber nicht wegwerfen wollen. Eine mit alten verstaubten Möbeln, Gepäckstücken
und ähnlichem Zeugs vollgestellte Dachkammer beherbergt mit Sicherheit eine ganze Anzahl von
Bogies. Ist das Haus still, kann man hören, wie sie versuchen, sich in aller Heimlichkeit zu
bewegen, doch da sie so plump sind, verraten sie sich selbst durch Geräusche, Schlurfen und
Quietschen.
Trödelläden, baufällige Scheunen, vollgestopft mit moderndem Heu und unbrauchbaren Gerät-
schaften, leere Hühnerställe und Geräteschuppen und alle anderen Orte, an denen es nach ehe-
maliger menschlicher Tätigkeit riecht, sind Lieblingsplätze der Bogey-Männer. Sie kriechen
trotzdem aber auch in modernen Häusern herum und besetzen unordentliche Wandschränke und
Küchenschränke (Ui! Da muß ich sofort mal nachschauen!). Sie versuchen, still in ihren Winkeln
zu liegen, verraten sich jedoch durch ungeschickte Bewegungen. Dann knarrt und rumpelt es.
Bogies haben an kleineren Neckereien ihren Spaß die nur wenig mit echten Bosheiten zu tun haben.
Nachts, wenn es kalt ist, ziehen sie einem Schlafenden schonmal die Bettdecke weg oder bereiten
jemandem ein vages Unbehagen, wenn sie hinter ihm in ein leeres Haus hereinschweben. Die Tätig-
keiten der menschen interessieren sie sehr, sie wollen alles mitkriegen und mithören.

Brownies
Schottland ist in vieler Hinsicht einzigartig, und zu diesem Land gehören auch die Brownies
(NICHT die kleinen Kuchen!). Diese Erdgeister gelten als liebenswürdige und hilfreiche kleine
Wesen. Sie haben überhaupt keine Boshaftigkeit an sich und ziehen es vor, mit den Sterblichen
in Harmonie zu leben.
Eigentlich sind sie nicht sonderlich attraktiv, hätten sie nicht ihr munteres, fröhliches
Wesen. Sie sind klein und behaart, haben flache Gesichter und nur zwei Löcher statt einer
Nase, aber ihr glückliches Lächeln und ihr nach außen hin gerichteter Charakter zeugen für
ihre Freundlichkeit.
Sterbliche, die über ein ebenso freundliches Wesen verfügen, können die Brownies auch sehen,
aber leider besitzen nur noch wenige die Charaktermerkmale der Brownies, mit Ausnahme der Kinder.
Brownies lieben es, mit Kindern zu spielen, ihnen Geschichten zu erzählen etc. Sie verschwinden,
sobald sich ein ungläubiger Erwachsener ihnen nähert, doch das hält sie nicht davon ab, auch
den Erwachsenen in vielen kleinen Dingen zu helfen. Dabei mögen es die Brownies nicht, wenn man
ihnen für ihre Hilfe dankt. Niemals würden sie Geschenke annehmen, die man ihnen auslegt.
Die Anwesenheit eines Brownies ist der beste Schutz gegen Kobolde. Die Brownies machen jedes
Unheil, das die Kobolde anstellen so schnell wieder gut, daß man oftmals gar nichts von der
Anwesenheit der Kobolde merkt.

Cluricauns
Kellergeister, die mit ihren Breeches, Strümpfen, Schuhen mit silbernen Schnallen, weißen
Hemden, Schürzen und roten Häubchen wie Miniausgaben der früheren Gastwirte englischer Inns
aussehen. Sie leben in den Weinkellern von Wirtshäusern und Privathäusern.
In letzterem kann es dem Hausherrn, der besonders stolz auf seinen Wein ist, geschehen, daß die
Cluricauns ihn nachahmen und in großen Mengen die besten Weine vernichten. Der arme Mann wundert
sich dann nur über die vielen leeren Flaschen und kratzt sich ratlos am Kopf.
Besonders schlimm wird es, wenn der Cluricaun zu einem richtig widerlichen, ewig betrunkenen
Kerl wird. Dann hallt das Haus ständig wider vom Geräusch zerschlagener Flaschen und gröhlender
Sauflieder, ganz abgesehen von dem Getöse, das der Cluricaun beim Umhertoben im Keller ver-
ursacht. Es gibt keine Möglichkeit, einem Cluricaun die Leviten zu lesen. Die einzige Möglich-
keit besteht darin, daß der Hausherr selbst dem Alkohol abschwört und damit für den Cluricaun
die Quelle zum Versiegen bringt. Nach einer gewissen Zeit der Abstinenz sucht er dann mit
Sicherheit das Weite.

Elfen und Elben
Geister der unbewohnten Waldgebiete. Sie leben hauptsächlich im Norden Europas. Elfen sind
Miniaturausgaben von Menschen, allerdings ein ganzes Stück hübscher gestaltet. Die Elfenge-
sellschaft ist nach ganz traditionellem Muster organisiert. Da gibt es einen Elfenkönig, dem
sie treu dienen, und es gibt Beamte und Adlige, die ihre Stellung immer weiter vererben. Der
Charakter einer jeden Elfengesellschaft unterscheidet sich allerdings von Land zu Land. Die
deutschen Elfen sind den Menschen manchmal behilflich, gelegentlich aber auch recht bösartig,
so daß die Menschen sie mit Vorsicht behandeln. Die englischen Elfen sind voller Wohlwollen
und Freundlichkeit und lieben nichts mehr, als ebenfalls freundlichen Menschen Gutes zu tun.
Elfen sind sehr weise und können auch in die Zukunft schauen, doch sind sie weit davon entfernt,
Heilige zu sein. Sie lieben Feste und tanzen dann die ganze Nacht, bis der erste Hahnenschrei
den Morgen ankündigt. Dann verschwinden sie augenblicklich und man kann nur noch ihre Fußab-
drücke im taufrischen Gras entdecken.

Feen und Fées
Man nennt sie auch Kleine Menschen oder das Gute Volk. Sie sind unsterbliche Wesen, die ur-
sprünglich aus Italien kamen, wo sie Fatae hießen. Als die Römer in andere Länder ausschwärmten,
wanderten die Fatae mit und ließen sich in den gleichen Gebieten nieder. In Frankreich wurde
aus Fatae die Kurzform fée. Als die Römer nach Britannien eindrangen, wurden sie auch dorthin
von den fées begleitet. Sie behielten dort über einige Jahrhunderte ihren Namen, doch dann
wurde er in fay anglisiert, wobei die Landleute fairy sagen.

Goblins
Goblins stammen eigentlich aus Frankreich. Sie betraten das Land durch einen Gebirgsspalt in
den Pyrenäen. kaum hatten sie einen Fuß auf das Land gesetzt, verbreiteten sie sich rasch über
das europäische Festland und kamen als blinde Passagiere mit den Drachenschiffen der Wikinger
auch auf die britischen Inseln. Die Druiden nannten sie Robin Goblin, was später zu Hobgoblin
wurde.
Wie die anderen Erdgeister haben sie eine menschliche Gestalt, doch hat kein Mensch jemals einen
solch bösartigen, verdorbenen und hinterlistigen Ausdruck gehabt. Wenn ein Goblin lächelt, dann
gefriert einem das Blut in den Adern, wenn er lacht, wird die Milch sauer und die Früchte fallen
von den Bäumen. Noch nicht einmal eine Hexe mag die Gesellschaft eines Goblins am Kamin. Sie hat
zwar keine Angst vor ihm, fühlt sich aber belästigt.
Glücklicherweise hat die Bosheit der Goblins ihre Grenzen. Das einzige, was sie wirklich können,
ist Unglück bringen und friedliche Schläfer mit Albträumen quälen. Sie lieben es, den Menschen
auf die Nerven zu fallen indem sie Milchkannen umwerfen, Hühnereier verstecken, Ruß aus dem
Schornstein in's Zimmer blasen, Kerzen auspusten oder Wegweiser austauschen.
Goblins haben keine Wohnung. Sie setzen sich in moosigen Felsspalten und auf den Oberwurzeln
von Bäumen fest.

Leprechauns
Dies sind die Schuhmacher der Feen. Ihr name stammt entweder von dem gälischen Wort luacharma'n,
das "Zwerg" bedeutet, oder von leight brogan, was "Hersteller eines Schuhs" heißt. Ein
Leprechaun wurde noch nie mit mehr als mit einem Schuh gesehen. Den anderen versteckt er und
braucht ihn nur, wenn er ganz schnell verschwinden muß, weil ein Sterblicher ihn entdeckt hat.
Leprechauns pflegen den Winter zu verschlafen und erst im Sommer wieder aufzutauchen. Dann ist
an einem verträumten Nachmittag ihr rhythmisches Hämmern über die Moore und Wiesen zu hören. Im
Gegensatz zu Feenwesen sind Leprechauns gut von Sterblichen zu entdecken. Wer sie einmal gesehen
hat, beschreibt sie als fröhliche kleine Kerle, die ganz in grün gekleidet sind, eine rote
Kappe, eine Lederschürze und Spangenschuhe tragen.
Leprechauns wissen, wo Schätze zu finden sind, und deshalb wird eifrig nach ihnen gefahndet.
Doch ein Leprechaun kann zwar gefangen werden, aber man kann ihn nie behalten.

Pixies oder Piskies
Elfenwesen, die den äußersten Süden Englands bewohnen, vor allem Cornwall. Woher sie kommen
weiß man nicht. Einige Theoretiker behaupten, sie seien mit den Phöniziern nach Cornwall gelangt
und hätten sich von dort aus in Richtung Osten bis Devon und Somerset verbreitet. Andere
widerum meinen, die Pixies wären die ersten Bewohner Englands gewesen.
Pixies sind normalerweise nicht größer als eine menschliche Hand. Sie haben rote Haare, eine
Himmelfahrtsnase, ein hinterlistiges Lächeln und schielende grüne Augen. Sie sind böswillige
Schwindler und Betrüger. Ihr Lieblingstrick ist es, Sterbliche auf den falschen Weg zu führen.
Dabei kann jemand, der durch Pixie-Land wandert, sie ganz leicht verwirren, indem er seinen
Mantel einfach wendet und ihn mit der Innenseite nach außen trägt.
Manchmal können Pixies einen Sterblichen so sehr verwirren, daß er sich nie wieder erholt und
ziellos durch die Gegend wandert und dabei in einer geheimnisvollen Sprache singt oder spricht.
Der Ärmste leidet dann an Pixie led.


Sheerie
Varianten: Tein sidhe, Tein sionnic, Seán na gealaige, Liam na Lasoige
Die Sheerie (die Wortform bezeichnet sowohl den Singular als auch den Plural) ist eine der
ungewöhnlichsten und potentiell die gefährlichste der irischen Elfen. Sheerie sind seltsame
Geschöpfe, die Elemente menschlicher und elfischer Natur miteinander verbinden.
Die Sheerie werden in zwei Kategorien unterteilt: die Wasser-Sheerie (Watershee), die Sumpf-
und Küstengegenden bevölkern, und die Land-Sheerie (welche mit meinem Namen nichts zu tun hat),
die in der Nähe herrenloser und verfallener Gebäude, etwa Bauernhöfe oder Mühlen, lauern.
Die Land-Sheerie finden sich auch an Orten, die mit heidnischen Traditionen in Verbindung
gebracht werden - Ringforts, Erdwälle und Grabhügel -, und sind während der großen vorchrist-
lichen Feste Beltane (30.April) oder Samhain (31.Oktober) meist am aktivsten. Diese Sheerie-Art
ist nicht mit Sprache begabt, obwohl sie spitze, schrille Schreie ausstoßen können, die dem
Geräusch des Blutes ähneln, das im Ohr rauscht.
Sowohl Wasser- als auch Land-Sheerie besitzen die Macht, jeden Menschen, der ihnen begegnet,
vorübergehend in den Wahnsinn zu treiben. Der Reisende, der sich, allein auf gefährlichem Grund
und umgeben von huschenden, blinkenden Irrlichtern, womöglich verlaufen hat, wird zunehmend
verwirrt und hysterisch, rennt ohne Vernunft hin und her und gibt sinnlose Redensarten von
sich. Das bereitet den Sheerie ganz besondere Freude.
Da die Wasser-Sheerie sehr lichte Wesen sind, tun einige Leute sie als brennende Sumpfgase
ab. Doch dieser Erklärung ist entgegenzuhalten, daß Gas sich nicht von allein entzündet und
nicht aus eigenem Antrieb umherschwirrt. Ein altes Gebet aus Connemara besagt: "Vor Gespenstern,
Geistern und den Sheerie, o Herr, schütze uns."
Von allen Elfen ist die Watershee (auf welche mein Name sich bezieht) womöglich die tückischste.
Diese Elfen, meist weiblichen Geschlechts, finden sich in vielen Sumpfgebieten wie dem Bog of
Allen und entspricht am ehesten unserer stilisierten Vorstellung von einer Fee - klein,
zierlich, mit hauchdünnen Flügeln. Dann wieder tritt sie als schöne Frau auf. Doch ihre äußere
Erscheinung kann trügen, denn sie ist ein äußerst todbringender Geist. Sie lockt Wanderer mit
ihrem unschuldigen Aussehen oder mit süßem Gesang in Moore und Seen. Sie ertränkt sie dort und
verzehrt, so heißt es, ihre Seele. Nur wer ein Kreuz oder sonst ein heiliges Amulett trägt
oder ein Gebet spricht, ist gegen ihre dunklen und bösen Absichten gefeit. Auch mit Weihwasser
lassen sie sich vertreiben, aber nur für kurze Zeit.
So, und nun hoffe ich, habt Ihr keine Angst vor mir! ;o)
» Zurück zur Hauptseite «
Copyright © 2001-2002 by Alexandra Gapski - aka Sheerie - Germany.
All rights reserved.