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In diesem Jahr noch soll es so weit sein, Square und Nintendo arbeiten wieder an gemeinsamen Projekten. Hierzu gründete Square ein Entwicklerstudio mit dem Namen "Game Design Studio".

Das erste Projekt, das das GDS in Angriff nimmt, ist der Nachfolger des PSX-Spiels "Final Fantasy Tactics". Der bisherige Arbeitstitel lautet "Final Fantasy Tactics Advance", da es für den GameBoy Advance entwickelt wird.

Von links nach rechts: Mute, Marsh und Ritz


Die Story beginnt mit dem Jungen Marsh, der in die Stadt St. Ivalice zieht. Er lernt bald Mute und Ritz kennen, die alle Freunde werden - wenn auch nicht die engsten. Durch die Macht des Buches "Grand Grimoire" (oder auch "Final Fantasy" genannt) und einen Wunsch von Mute verwandelt sich die Stadt St. Ivalice eines Tages in eine Szene aus dem Buch: Die Fantasy-Welt Ivalice, gekennzeichnet durch Magie, Schwerter und so genannte "Richter" ("Judges"). Die drei befinden sich in einer Gasse einer Stadt, welche in einem Wüstenland liegt, und erkennen die Umrisse von Lebewesen, die sie noch nie zuvor gesehen haben. In Ivalice liegen Gesetz und Chaos nah beieinander, nur spärlich zusammengehalten durch die ultimativen Geschöpfe der Richter, mächtige Ritter, die das Gesetz hüten. (Der Umriss eines Richters lässt sich auch im Logo des Spiels erkennen.)

Links eine Stadt, rechts ein Zaubereffekt


Jeder der drei will nun seine eigenen Ziele und Wünsche verfolgen, und jeder hat andere Pläne, wie man ihre Probleme lösen kann. Letztendlich entwickelt sich dies aber zu einer Geschichte.

In Final Fantasy Tactics Advance gibt es verschiedene Rassen, bekannt sind bisher die folgenden:

Mensch: Typischerweise die Standard-Rasse, die nirgendwo besonders gut oder schlecht ist. Sie sind in der Lage, alle Abilities zu lernen. Insgesamt gesehen ist der Warrior-Job immer noch der beste für die Menschen.
Viera: Dunkelhäutige Amazonen mit fledermausartigen Ohren, welche recht agil und somit für Thief- und Ranger-Klassen geeignet zu sein scheinen. Sie sollen stark mit der Natur verbunden sein.
N'mow (Nu Mou): Von den anderen Rassen werden sie als überlegen angesehen, da sie mit der Lebensenergie in Verbindung stehen. Von daher sind die eigentlich friedlichen N'mow für alle Magier-Klassen geeignet, speziell für White Mages.
Bangaa: Eine kämpferische, echsenartige Rasse, die durch ihren kräftigen Körperbau Jobs wie den Monk bevorzugt, da sie auch gar nicht allzu viel Equipment benötigen.
Mogli (bzw. Moogle): Die Moglis nehmen alles recht gelassen und sind sehr freundlich und hilfsbereit, manchmal wirken sie jedoch auch recht aufdringlich. Die Black-Mage-Klasse wird wohl die richtige für sie darstellen.

Jede Rasse hat ihre eigenen Stärken und Schwächen. Im Spiel hat man die Möglichkeit, verschiedene Mitglieder dieser Rassen anzuheuern und ihnen - wie beim Vorgänger - diverse Jobs zuzuweisen, wodurch ihre Statuswerte präzisiert werden. Bekannt sind schon Warrior, Monk, Black Mage, White Mage, Thief sowie Ranger, und zusammen mit vielen anderen lassen sich sicherlich interessante Kombinationen mit den Rassen erzeugen, die alle unterschiedliche Abilities, Equipment-Begrenzungen und Merkmale aufweisen. Außerdem soll es diesmal möglich sein, Erfahrungen und Abilities in einem Job zu sammeln und dann zu einem anderen zu wechseln, wobei man die Fähigkeiten des alten Jobs behält.

Ein weiteres wichtiges Spielprinzip ist das "Judgement System". Da Mord und Kriege in Ivalice verboten sind, überwachen die Richter alle Kämpfe und sorgen dafür, dass bestimmte Regeln eingehalten werden. Je nachdem, wo man sich gerade befindet (und auch durch weitere Einflüsse), gelten andere Gesetze für die Kämpfe, die vom Spieler und den Gegnern eingehalten werden sollten. Beispielsweise kann es verboten sein, Schwarze Magie des Elementes Feuer zu benutzen. Allerdings liegt es am Spieler, ein Gesetz einzuhalten.
Sollte er es brechen, kann der Richter dieser Region jedoch Strafen verhängen. Zunächst wird man verwarnt, bei weiteren Vergehen wird der jeweilige Charakter vom Rest des Kampfes ausgeschlossen. Egal, ob der Spieler nur verwarnt oder ausgeschlossen wurde, am Ende wird der Richter ein Urteil über den Charakter fällen. Mögliche Urteile sind beispielsweise Geldstrafen, Inhaftierungen oder Kampfverbot für eine bestimmte Zeit. Insgesamt scheint es also ein recht taktisches Element zu sein, bei dem man sehen muss, wie wertvoll es im Spiel wird (laut Square kann es jedenfalls sehr entscheidend sein). Sollte die Feuer-Magie z.B. in einem Gebiet mit vielen eiselementaren Gegnern verboten sein, könnte es sich schon lohnen, einmal über dieses Gesetz hinwegzusehen.

Auf der selbst zusammengestellten WeltkarteFerner interessant ist das "Clan System". In den verschiedenen Regionen von Ivalice gibt es viele Clans, wobei man durch einen Beitritt mehrere (optionale) Quests annehmen kann, wovon nicht alle nur durch Kämpfen zu gewinnen sind.
Ähnlich wie in "Legend of Mana" gibt es in Final Fantasy Tactics Advance außerdem keine festgelte Weltkarte (da die Welt ja durch das oben genannte Buch entstand). Man kann sie sich selber durch bestimmte Events und Symbole zusammensetzen ("Region Create System").

[img8">Produziert wird das Ganze von Yasumi Matsuno, der schon für Final Fantasy Tactics auf der PSX verantwortlich war. Für die Musik wird voraussichtlich Hitoshi Sakimoto zuständig sein, der ebenfalls durch Final Fantasy Tactics bekannt ist. Er soll aber noch Unterstützung durch Nobuo Uematsu erhalten (vielleicht weil Sakimoto gleichzeitig noch mit Breath of Fire V beschäftigt ist). Die Umsetzung der Musikstücke in Bezug auf die Sound-Qualität des GBA wird sicherlich ein recht interessantes Unterfangen werden. Bezüglich weiteren Mitarbeitern erwähnte man Hideo Minaba als Art Director und Ryoma Ito als Character Designer.

Erscheinen soll das Spiel noch diesen Winter in Japan. Über ein US- oder PAL-Release hat man sich noch nicht geäußert, ersteres ist aber wahrscheinlich. Die hier verwendeten Namen sind übrigens alle noch inoffiziell.
 

 
 
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