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Biografie
Wir schreiben das Jahr 1976, genauer gesagt den 22. November des Jahres 1976. Anita
Valo und ihr Mann bringen einen gesunden Jungen zur Welt, der den wunderbaren Namen
Ville Hermanni Valo tragen soll. Von diesem Moment an wussten sie noch nicht was aus
ihrem Kind werden würde. Doch es sollte nur 6 Jahre dauern bis der kleine Kerl sich
entschied genau so zu werden wie Gene Simmons! (Bassist der Band KISS)
" Ich sah ihn dort zum ersten Mal und mir war klar, dass ich auch so sein wollte wie Gene
Simmons. Das war unglaublich, der coolste Typ, de ich bis dahin gesehen hatte."
So bettelte er seine Eltern an, ihm doch eine Bassgitarre zu kaufen.
"Der Bass war richtig groß, größer als ich, aber ich war total glücklich und habe von da an
eigentlich auch jeden Tag gespielt. Irgendwann spürte ich schon, dass ich gerne Rockstar
werden wollte."
In der Schule, genauer gesagt im Musikunterricht wurden dann die ersten Grundlagen für
seinen Traumberuf gelegt. Dort traf Ville auf Mikko Lindström und auf Mikko Paananen. Nun
hatten sie also schon einen Bass, ein Schlagzeug und eine Gitarre. Der Grundstein jeder
Rock 'N' Roll Band.
Migés erste Band wurde in Bullshit Ass getauft, was so ungefähr dessen Situation
widerspiegelte. Ville und Linde gründeten die Band Blood. Und versuchten alle angesagten
Hardrock und Alternative - Songs nachzuspielen.
1989 kam es dann zu einer Wende Ville und Lily entschieden sich nicht mehr nur Songs
nachzuspielen. Sie wollten was Eigenes auf die Beine stellen, also gründeten sie die Band
Kemoterapia. Ville hatte eine besondere Gabe unterschiedliche Instrumente spielen zu
können, deswegen wechselte er häufig zwischen dem Bass und dem Schlagzeug hin und
her, je nachdem wie es das Line - Up zuließ. So richtig wurden sie aber mit dieser Band
auch nicht erfolgreich.
"Aber irgendwann merkten Linde und ich, dass diese Band uns nicht weiterbringen würde.
Es waren mehr Punk und die Freundschaft zu den anderen Jungs dort, die uns in der Band
hielten. Ganz nüchtern betrachtet wussten sie nicht viel über Musik wie wir und
beherrschten ihre Instrumente auch nicht. Das war dann letztlich auch der Hauptgrund,
weshalb Linde und ich die Band irgendwann verließen um mit Migè etwas Neues auf die
Beine zu stellen."
3 Jahre später war dann der Name HIS INFERNAL MAJESTY geboren. Und die Idee eine
eigene Band zu gründen schwebte Ville und Migé immer noch im Kopf herum. So
überzeugten, sie Lily, der zeitweilig bei anderen Projekten mitmachte, in die Band HIS
INFERNAL MAJESTY einzusteigen. Nun hatten sie: Migé am Bass, Ville am Schlagzeug und
Linde an der Gitarre. Die kreative Keimzelle von HIM war geboren. Durch glückliche
Zustände schlossen sie viele Bekanntschaften mit DJs und Clubbesitzern, was ihnen später
entscheidend helfen sollte.
Mit 16 Jahren entschied sich Ville nicht mehr zur Schule zu gehen, um sich komplett seiner
neuen Band zu widmen, die bis dato immer noch keinen Keyboarder und Sänger aufweisen
konnte. Da ihr Repertoire an Songs wuchs, 1992 ihr erstes Demo aufgenommen wurde, nur
mit Schlagzeug und Gitarren, mussten die 3 sich schnell etwas einfallen lassen um neue
Musiker in die Band zu bekommen.
Es verging einige Zeit, es hatten sich immer noch keine geeigneten Musiker gefunden, bis
Linde, Ville und Migé klar wurde, dass wenn sie die Band retten wollten, ein Sänger
gefunden werden musste. Da einige Stücke schon fertig waren, sie endlich in diversen
Clubs der Stadt auftreten wollten, mussten sie den Sänger in ihrer eigenen kleinen Gruppe
finden. Migé und Linde waren sich einig, das dies nur Ville machen konnte, welcher sich
heftig dagegen sträubte, aber am Ende hatte die Demokratie gesiegt, und Ville stieg vom
Bass übers Schlagzeug ans Mikro. Eine eher unangenehme, harte Überwindung für den
doch als schüchtern geltenden Bassisten.
1995 nahmen sie dann unter dem schlichten Namen HIS IFERNAL MAJESTY ihr zweites
Demo auf. Ville an den Drums und am Mikro, Migé am Bass und Linde wie gehabt an der
Gitarre. Das Demo enthielt 4 Songs, und wurde dann an Plattenfirmen verschickt.
Im Herbst dieses Jahres kam es dann zu ihrem ersten Auftritt im Teatro, einem kleinen Club
in Helsinki.
"Im Nachhinein betrachtet, war es wohl ein fürchterlicher Auftritt. Eigentlich war es nur
so, wie es bei jungen Bands eben ist, die noch nie etwas richtig aufgenommen haben, sich
mit der Technik nicht auskennen und noch nie einem richtigen Studio waren. Der Sound
muss wirklich schlimm gewesen sein. Wir spielten an diesem Abend mit einer lokalen
finnischen Band und es waren so um die 200 Zuschauer dort." erinnert sich Ville heute.
Bei ihrem 2ten Auftritt, einem kleinen Metal Festival, standen einige Coverversionen von
Type-O-Negative auf dem Programm, doch ganz ohne Keyboarder konnte man diese Stücke
live nicht spielen. Also musste Emerson Burton, ein alter Schulfreund, aushelfen. Da dieser
sich zu diesem Zeitpunkt mehr mit der klassischen Musik befasste, stieg er nach dem
Auftritt wieder aus.
In der Zwischenzeit waren Antto Melasniemi, der das Keyboard übernahm, und Juhana
Rantala, der das Schlagzeug bediente, dazugestoßen. Das erste Mal in der Geschichte von
HIS INFERNAL MAJESTY schien diese Kombination zu passen.
Das zweite Demo wurde dann von der finnischen BMG als gut befunden; kurz darauf wurde
die erste EP im Studio aufgenommen. 666 ways to love: Prologue hieß das gute Stück und
beinhaltete 4 Songs. Unter anderem auch eine düstere Coverversion von Chris Isaak' s
Wicked Game.
Sommer 1997 gingen die 5 Finnen ins Studio um ihr Debütalbum aufzunehmen. Da man als
Newcomer kaum Budget zur Verfügung hat, musste man die Vorarbeiten in anderen,
kleineren Studios aufnehmen. Daher mieteten sie sich zunächst bei MD und Peacemakers
ein, um dann mit ihren fertigen Songs auf Band in das größere Studio der Stadt zu gehen.
Das Finnvox Studio. Mit ihrem Tontechniker Hiili, arbeiteten sie die ganze Zeit zusammen.
Im Hochsommer erschien dann endlich hier Debütalbum: Greatest Lovesongs Vol.666.
Mit seinen Singleauskopplungen "Wicked Game", "When love and death embrace" und "Your
sweet 666" stiegen sie mit dem Album in die Charts ein und erreichten Goldstatus.
Als weitere Coverversion wurde (Don't fear) The reaper von den Blue Oyster Cult gewählt.
"Natürlich mögen wir die Songs, die wir covern, sonst würden wir sie nicht verwenden.
Aber als wir anfingen, Musik zu machen, spielten wir hauptsächlich deshalb, um überhaupt
erst einmal Draht zum Publikum zu bekommen. Dafür waren Coverversionen ideal, denn die
Leute waren durch sie automatisch offener für unsere eigenen Songs."
Silvester 1997 spielten HIM in einen Gig im Lepakko Club in Helsinki, wo auch Promoterin
Silke sich unter dem Publikum befand. Sie fand HIM, wenn auch im angetrunkenen
Zustand, live richtig klasse. Da sie Kontakte nach Deutschland hatte mussten HIM sich
einfach hier anschließen.
"Ja, und dann kam Silvester 1997 und ich ging in den Lepakko Club, das heißt auf Deutsch
'Die Fledermaus', um mir dieses Konzert anzusehen. Jedenfalls kamen sie auf die Bühne,
spielten und ich dachte:Wow! danach habe ich mir sofort das Album in Finnland besorgt
und mich zwei Tage später mit Ville getroffen, um anzutesten, ob man irgendwie
zusammenarbeiten könnte. Die Band war ganz deprimiert, weil sie bisher noch nicht aus
Finnland rausgekommen war."
Da sich HIM eigentlich nur mit Musik auskannten, sich aber seit dem Vertrag bei BMG auch
noch um geschäftliche Dinge kümmern mussten, wo sie sich gar nicht auskannten, kam
schließlich ein geeigneter Mann um die Ecke: Seppo Vesterinen. Dieser kümmerte sich nun,
obwohl er sich eigentlich aus dem Musikbuisness verabschieden wollte, um die
geschäftlichen Dinge von HIM.
Um nun raus aus Finnland zu kommen, arrangierte Promoterin Silke mit ihren Kontakten zur
deutschen GUN/Supersonic, ein Treffen.
"Der Kontakt bestand bereits, weil ich schon früher für sie gearbeitet habe und so hat alles
perfekt gepasst. Die Verantwortlichen sind also nach Finnland gekommen, weil ich erzählt
hatte, ich hätte die leibhaftige Reinkarnation von Jim Morrison gesehen. Ville hasst mich
seitdem dafür, aber im Moment war mir auch nichts Passendes eingefallen und so kam es
zu diesem Vergeich."
Der nächste Schritt war getan: die Veröffentlichung von Greatest Lovesongs Vol.666 in
Deutschland. Hier wurde auch der Grundstein für das heutige HIM gelegt. Da es in Amerika
schon eine Band gab, die so hieß; Ville, Migè und Linde eigentlich was Einzigartiges haben
wollten, tauften sie ihr "Baby" in das Kürzel HER um.
By Lou
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