Startseite     Hilfe     eMail     Drucken         
 

 Drogen
 Index  Substanzen  Pflanzen  Medikamente  Erfahrungen 

 Rubriken
 Rote Liste  Glossar  Rechtliches  Notfall  Giftinfo 

 Links
 Infoseiten  Foren  Aufklärung  Suchthilfe 

 Intern
 Diskussion  Gästebuch  Newsletter  Hilfe  Suche  Sitemap  Statistik  Kontakt 


Partner

XTC-Forum

Feierwear

head&nature


 Rote Liste C 85
 Rote Liste / Rote Liste C 85

 C 85 (Codein, Dihydrocodein, Ethylmorphin, Hydrocodon)
 (s. auch Monographie BAnz. 116, 27. 6. 1991 - Codein, sowie Mustertexte, Stand: 5. 11. 1991 - Codein)
Gegenanzeigea Ateminsuffizienz
b Koma
c Akuter Asthmaanfall
Anwendungsbeschränkunga Bewußtseinsstörungen
b Zustände mit erhöhtem Hirndruck
c Abhängigkeit von Opioiden
d Störungen des Atemzentrums und der Atemfunktion
e Hypotension bei Hypovolämie (b. höheren Dosen)
f Kinder unter 1 Jahr (Gefahr der Atemdepression)
SchwangerschaftStrenge Indikationsstellung im 1. Trimenon. Kontraindiziert kurz vor der Geburt oder drohender Frühgeburt (Gefahr der Atemdepression bei Neugeborenen).
StillzeitStrenge Indikationsstellung.
Hohe Dosen bei der Mutter können zu Wirkungen beim Säugling führen.
NebenwirkungHaut
a Pruritus, Urtikaria (selten)

Nervensystem u. Psyche
b Leichte Somnolenz, leichte Kopfschmerzen (häufig)
c Euphorie (hohe Dosen)
d Schlafstörungen (selten)
e Cave psychische und physische Abhängigkeit! (bei Langzeitanwendung in hohen Dosen), Entzugssyndrom

Augen
f Sehstörungen (verschlechterte visuomotorische Koordination, Miosis) (dosisabhängig)

Ohren
g Hörstörungen (Tinnitus) (selten)

Gastrointestinaltrakt
h Mundtrockenheit (selten)
i Übelkeit, Erbrechen (initial häufig)
j Obstipation (häufig)
k Erhöhung des Tonus der glatten Muskulatur (Darm, Gallenwege) (insbes. ED>60 mg)

Elektrolyte, Stoffw., Endokrinium
l Gewichtszunahme (Einzelfälle)
nur Hydrocodon: Gewichtsabnahme

Herz, Kreislauf
m Blutdruckabfall, Synkopen (hohe Dosen)

Atemwege
n Atemdepression (hohe Dosen)
o Kurzatmigkeit (selten)
p Lungenödeme (hohe Dosen, insbes. bei Lungenfunktionsstörungen)

Urogenitaltrakt
q Erhöhung des Tonus der glatten Muskulatur (Blase) (insbes. ED>60 mg)

Immunsystem
r Schwere Allergien (sehr selten)
Wechselwirkunga Zentraldämpfende Pharmaka <Sedierende und atemdepressive Wirkung verstärkt>
b Alkohol <Psychomotorische Leistungsfähigkeit vermindert>
IntoxikationAtemdepression! Meist Miosis, oft auch Erbrechen, Kopfschmerzen, Harn- und Stuhlverhaltung. Später Zyanose und Kreislaufkollaps: Durch Sauerstoffmangel Benommenheit, Koma mit Areflexie und Atemlähmung. Gelegentlich (Kinder!) nur Krämpfe.

Therapie
Wachhalten! Atembefehle! Atemhilfe! Naloxon (z. B. Narcanti(r)), notfalls Amiphenazol (kein Präp. in Deutschland i. H.). Bei wiederkehrender Atemlähmung Wiederholung der Antidotgabe. Giftentfernung bei Injektion: Umspritzung mit 1 mg verdünntem Adrenalin, bei oraler Aufnahme: Magenspülung u. Umständen mit rosafarbener Kaliumpermanganatlösung. Harnblasenkatheterismus. Sonstige Therapie vgl. B 5 Barbiturate/Schlafmittel-Vergiftung.

Cave: Alkohol, Barbiturate, Phenothiazinderivate. Scopolamin.
Kompetitive Morphiatantagonisten (z. B. Narcanti(r)) können bei chron. Morphiatgebrauch akute Entzugssymptome auslösen!

 Siehe auch

 Quellen

 Kontakt: Fragen, Kritik, Anregungen  
Betreff
eMail
Text
 

Finden Sie diese Seite hilfreich?  

© 2004 drogeninfo.net


- mit jeder Bestellung über diesen Link unterstützen Sie drogeninfo.net -