Erregungszustände, Übelkeit, Erbrechen, Tachykardie (evtl. auch Bradykardie), Herzklopfen, Atemstörungen, Cyanose, Angsgefühl, Schwitzen, Blässe, Blutdrucksteigerung, Mydriasis, Sehstörungen, Hyperglykämie, verminderte Harnausscheidung, Krämpfe, Störungen im Säure-Basen- und Elektrolytgleichgewicht in schweren Fällen Blutdrucksenkung, Kammerflimmern, Kreislaufkollaps, Herzversagen, Lungenödem, Bewusstlosigkeit, evtl. rasch tödlicher Verlauf (vor allem bei i.V. Injektionen) bei Injektionen hoher Dosen: Gewebsschäden, besonders im Bereich der Endarterien (z.B. Finger) möglich kritische Phase meist nach 6h überstanden
Therapie
Horizontallagerung, Vitalfunktionen sichern, ggf. Sauerstoffbeatmung, in bedrohlichen Fällen können künstliche Atmung und Herzmassage notwendig werden bei oraler Aufnahme evtl. Erbrechen auslösen, um eine weitere Aufnahme zu unterbinden auflegen kalter Kompressen, bei Blutdrucksenkung Beine hochlagern, bei Erregungszuständen und Krämpfen notfalls 5-10mg Diazepam
Drogenscreening
Pseudophedrin kann falsch positive Ergebnisse bei Amphetaminschnelltests hervorrufen, in Differentialscreenings (Blut- oder Urinprobe) kann es jedoch vom (Meth)Amphetamin unterschieden werden
Anwendung
Einzeldosen
für ähnlich stark zentralerregende Wirkungen ist etwa die 5fache Menge der L-Ephedrin (5)dosis an D-Pseudoephedrin nötig, womit aber vor allem die peripheren Nebenwirkungen stark zunehmen
Wirkung
zentralerrregend, berauschend, euphorisch, Schlafbedürfnis vermindernd, energieauffrischend, Hunger unterdrückend Die Wirkung entspricht denen des Amphetamins
Nebenwirkungen
Nervosität, Schlaflosigkeit, Hyperaktivität, Erregung, Redesucht, erhöhte Körpertemperatur, beschleunigte Atmung, Pupillenerweiterung, Blutdruckanstieg, Tachykardie nach Abklingen der Wirkung plötzliche Ermüdung und Erschlaffung