Muff Potter - Das Frozen Man Syndrom
Ein Uhrwerk im Zementblock.
Ein Bahnhof ohne Schienen.
Der Abfahrtsplan schon ganz vergilbt,
und wann ist eigentlich das letzte Mal jemand hier angekommen?
Andromeda ist weit, Mexiko scheint nett,
eingeschneit in Staub, auf dem Globus neben dem Bett.
Ein komplizierter Bunker, so ein irrer Architekt.
Ein Labyrinth im Keller und die Pläne gut versteckt.
Ein Schiff ohne Hafen und ein Wecker ohne Sinn.
Ein Tiefgaragenleben wie Sonntagnachmittage als Kind.
Die Füße eingeschlafen und auch die Fantasie.
Was war das noch mal gleich, dieses so genannte „Endorphin"?
Nimm dir doch endlich etwas an,
was deinen Kopf beruhigen kann.
Aber warte nicht zu lang mein Freund,
du hast viel zuviel doch schon versäumt.
Aber warte nicht zu lang mein Freund,
du hast viel zuviel doch schon betäubt.
Eisberg erstarrter Gefühle,
Schmelzpunkt: 44 Grad.
Let’s pretend happy end.
Ein Goldschatz ohne Wert, wie Nudeln ohne Soße.
Für Wärme und Freundschaft sorgt hier nur noch die Steckdose.
Traurigkeit alltäglich, unspektakulär.
Ein bisschen eklig, fast schon ordinär.
„Friday I'm in love“ gilt nicht für starrige Fecken.
„Everyday is like Sunday“, es gibt nichts mehr zu entdecken.
Es geht nicht um Huhn oder Ei, oder Ursache und Schuld.
Keine Frage von Verständnis, nur eine Frage von Geduld.
Meine Hand für ihn im Feuer, sie fängt schon an zu schmoren.
Er gähnt und lacht mich aus - versteinert und gefroren.
Nimm dir doch endlich etwas an...
Ich hab nie gemerkt, dass er da war,
bis er nicht mehr da war.
Hey Grabowski, deine Pfoten bluten.
Grüß mir den Broadway, okay?
Niemand hat gemerkt dass er da war,
nicht mal, als er nicht mehr da war.
Hey Grabowski, grüß mir den Broadway.
Let´s pretend happy end...