Muff Potter - Dieser Saatjohann
Dieses Ungeheuer in meiner Brust,
es lebt durch die Angst und stirbt mit der Lust.
Es lärmt und lenkt im Größenwahn,
es schreit mich an, will freie Bahn:
„Verlass dich nicht auf deinen Verstand,
deine Seele nur Gebrauchsgegenstand.
Mach sie kalt und schmeiß sie weg,
du hast die Mittel, sie war nur Zweck!“
Also komm, mein Schatz, gib mir die Hand,
wir trinken auf den Untergang.
Ich will die Korken knallen hören, fang an!
Das Ungeheuer in meiner Brust
wächst mit jedem Zweifel, schrumpft mit jedem Kuss.
Die eingepflanzte Angst
gegen Momente ohne Zwang.
Reiß mich auf, schmeiß es raus, küss mich so doll du kannst,
damit’s nicht weiter wachsen kann.
Weil nichts unendlich wachsen kann.
Fang, fang, fang, fang schon an –
weil nichts unendlich wachsen kann,
weil nichts unendlich wachsen kann,
weil nichts unendlich wachsen kann,
weil nichts unendlich wächst!