Wohl$tandskinder - Die Gedanken sind frei
Voll auf die Fresse hau’n, um aufzutau’n,
um anzugeben und zu streben.
Auf das neue Leben, das man sich erprügelt hat – glatt,
mit ein bisschen Cleverness,
doch dabei hatte man selber Schiss.
Mit Ellenbogen in die Hoden
und ’n Tritt ins Genick,
in den Bauch, das schmerzt auch,
rechter Haken in den Magen.
Langsam weicht der eigene Frust,
schon bald wird man sich dann bewusst,
dass alles, weil es alles muss,
nur ein Gesetz ist, kein Entschluss.
So ist der Stärkere wieder Sieger,
Nr.1, der Überflieger,
absoluter Spitzenkrieger
und ein kleines Stück Verlierer.
Doch im Rausch der Sinne, isses
nicht im Sinne des Gewinnes,
wegen eines kleinen Dinges,
etwas wirklich ganz geringes,
ernüchtert wieder da zu steh’n,
um in die Leere seines Seins zu seh’n!
Aaahaaa – die Gedanken sind frei!
Aaahaaa – die Gedanken sind frei!
Voll auf die Fresse schlagen, übertragen,
sich an and’re Leute wagen,
um zu klagen, ohne Fragen,
denn jetzt habe ich das Sagen,
und alles ist so, wie man es jetzt will.
Genießen des Augenblicks und dann – still!
Aus der Verzweiflung kommt der Schlag,
das ist manchmal auch ein Tritt.
Nur Faschisten können hassen,
„dürften“ mein ich, doch wir lassen’s
nicht und somit ist jeder Faschist.
Ein bisschen krass geseh’n, ok,
das kann ich versteh’n.
Aber wie tut es gut,
wenn man sieht, was man tut,
doch man ruht, sieht das Blut
in der Wut, es ist leer
und so schwer und daher
kommt es vor, dass man gar nichts mehr fühlt.
Aaahaaa – die Gedanken sind frei!
Aaahaaa – die Gedanken sind frei!
Ihr könnt mich foltern, könnt mich quälen,
könnt mir meine Sinne rauben,
aber:
Aaahaaa – die Gedanken sind frei!