Wohl$tandskinder - Einsam
Zu viele Menschen, die ich täglich seh
schmelzen dahin wie grad gefall’ner Schnee.
Tausende Gesichter, hundert Stimmen um mich rum,
in einem Strom, der mitreißt – bis zur Ernüchterung.
Oh, ich fühl mich so einsam.
Keiner ist da, deshalb einsam.
Die Ignoranz lässt Menschen einfach nicht sehn,
als ob sie sich dauernd um sich selber dreh’n.
Ich könnte sterben, und ich will es eigentlich auch,
und man würde weiterfließen, wie um einen Stein, der nicht untertaucht.
Oh, ich fühl mich so einsam...
So viele Menschen, die ich gerne seh
lösen sich auf wie Regentropfen im See.
Denn im letzten Stück vorm nächsten Augenblick
ist eine Türe offen, durch die nur einer blickt.
Oh, ich fühl mich so einsam...
Oh, ich fühl mich so einsam.
So viele sind da, deshalb einsam.