Lesekultur
am Bildungszentrum (von
S. Schönthaler)
Unsere Vision
Das Lesen als grundlegende
Kulturtechnik muss für alle Schülerinnen und Schüler
wieder den, seiner großen Bedeutung zukommenden,
Stellenwert erhalten. Dazu gehören Lesefertigkeit und das
Verständnis von Texten (Lesekompetenz) in gleichem Maße.
Zielsetzungen
Hauptziel ist die umfassende
Steigerungder Lesekompetenz im weitesten Sinne.
Die Schüler sollen zu
sinnerfassendem Lesen auf hohem Niveau befähigt werden.
Die Schüler sollen altersgemäße
Texte gut lesen können.
Sie sollen alle Formen von
Text-und Grafikquellen erschließen können.
Sie sollen Freude am Lesen
entwickeln und es als geeignete Freizeitbeschäftigung
anwenden.
Die heutige Situation
Viele Schüler sind leider
kaum mehr in der Lage sich Texte sinnerfassend zu erschließen.
Schüler/innen verfügen nur
über ein unzureichendes Sprach- und Methodenrepertoire zur
Erschließung von Texten.
In der internationalen
Vergleichsstudie PISA haben deutsche Schüler insgesamt
schlecht abgeschnitten. Auffällig war in Deutschland die
große Diskrepanz zwischen „sehr schlechten und sehr gutenLesern“. Kompetenzstufe I – V.
Wie ist es zur jetzigen
Situation gekommen?
Sprachkompetenz entsteht in
einer frühkindlichen Phase zwischen 2 - 5 Jahren.
Eltern beachten zu wenig die
Notwendigkeit von günstigen Sprechanreizen (Sprachspiele,
Kinderreime, Bilderbuch... usw.)
Auch in unseren Kindergärten
wird zu wenig auf Sprachförderung geachtet.
Deutsche Kinder lernen in der
Regel im Alter von 6 Jahren das Lesen. Die 7-jährigen
Finnen können lesen!
Notwendige Maßnahmen
Steigerung der Lesequantität
und Lesequalität.
Lesen in Familie und Freizeit
als selbstverständliche Beschäftigung.
Bewusste Pflege des Lesensin allen Fächern als Unterrichtsprinzip.
Änderung der schulischen
Aufgabenkultur. Die Lesekompetenz wird in Fächern geübt
und überprüft.
Initiativen zur Steigerung der
Lesefreude.
Konkrete Elemente der neuen
LESEKULTUR
Jeder Schüler hat ein ständig
verfügbares Präsenz(lese)buch.
Er/Sie belegt die Leseaktivitäten
mit einem Leseprotokoll („Lesetagebuch“).
Die schulischen Gremien
beschließen eine bestimmte Anzahl zu lesender Bücher pro
Schuljahr.
Die Schule bietet feste
Lesestunden in einem besonderen „Leseraum“ an.
Schul-und Fachbüchereien
werden ausgebaut.
In jedem Schuljahr findet ein
Aktionstag zum Lesen statt.