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Hallo
liebe Internetz-Stehsegler. Mein Name ist Jakobus, und ich habe
für meinen Vater Gottfried diese Internetz-Seite gemacht.
Gottfried hat mir erlaubt ein wenig aus meinem redlichen Leben
zu schreiben. Ich hoffe sehr ich kann mit meinen Worten ein
wenig gegen die verwahrloste Jugend von heute ankämpfen.
Bitte lesen Sie mein Anschnur-Tagebuch sehr sorgfältig.
da Sie eine Menge lernen können.
Ihr Jakobus Hanninger. |
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Samstag
6.10.2001
Als ich heute Abend unterwegs war,
um andere christliche Jugendliche durch gutes Zureden und Verteilen
von "Merkzetteln zur Redlichkeit" davon ueberzeugen zu versuchte
sich um spaetestens 20.00 Uhr nach Hause zu begeben, vernahm
ich ploetzlich Pauken und Schalmeien, die aus einem Kellergewoelbe
zu kommen schienen. Ich ging auf den Eingang desselben zu, als
mich ein grosser, unfreundlicher Mann aufzuhalten versuchte.
Er fragte mich nach meinem Alter und als ich sagte, dass ich
18 Jahre alt sei, wollte er als Beweis meinen Ausweis sehen.
Ich fragte mich zwar nach seinen Beweggruenden fuer sein seltsames
Verhalten, da ich aber gerne anderen Menschen Gutes tue, zeigte
ich ihm meinen Personalausweis. Daraufhin liess er mich ohne
ein Wort der Erklaerug weitergehen. Ich betrat das Kellergewoelbe,
wo sich schon viele Menschen, zumeist Jugendliche, draengten.
Ich bezahlte die von mir geforderten 8 DM, und freute mich schon
auf das Konzert eines christlichen Kirchenorchesters. Waehrend
der Zeit, in der ich mich in der Schlange angestellt hatte,
hatte sich der Klang der Musik jedoch geaendert: Die Schalmeien
waren verschwunden, dafuer jedoch die Pauken umso lauter, ja
fast unertraeglich laut geworden. Auch die Leute um mich herum,
begannen bald, sich offensichtlich vor Schmerzen seltsam rhythmisch
zu bewegen, und sich z.T. die Kleider vom Leibe zu reissen,
besonders die weiblichen Zuhoerer, weshalb ich sofort die Augen
schloss und mich von dort entfernte. Als ich sie nach einigen
Minuten wieder oeffnete, weil die Paukenschlaege nun immer schneller
wurden, befand ich mich auf einer grossen Plattform, umringt
von immer mehr zuckenden Menschen, deren Gesichtsfarben urploetzlich
von Rot nach Gruen und umgekehrt wechselten. Erfuellt von Panik
bahnte ich mir, die Augen von allen unredlichen Dingen (ich
hatte zuvor erschreckt feststellen muessen, dass viele Jugendliche
mit Bierglaesern auf hohen Stuehlen sassen) abgewandt und auf
den Boden gerichtet, einen Weg nach draussen. Wie erleichtert
war ich, als ich endlich wieder draussen war und in den Bus
einstieg, der mich sicher nach Hause brachte. Dabei vergass
ich auch nicht, den aussteigenden Jugendlichen weitere "Merkzettel
zur Redlichkeit" zu schenken und sie zu ermahnen, immer redlich
nach Christi Vorbild zu Handeln.
Moral: Selbst nach einem solch furchtbaren Erlebnis darf
der redliche Mensch nicht aufgeben, anderen eine redliche Lebensweise
nahezulegen. |
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Sonntag
16.09.2001
Heute war ich wieder Ministrieren.
Es lief wie immer alles glatt. Wie jeden Sonntag ließ
Kaplan Munzinger in der Sakristei ausversehen ein paar Hostien
fallen die ich aufheben sollte. Wie schon so oft lachte Kaplan
Munzinger und sagte "Komm, Jakobus bück dich!"
Ich tat das wie immer, weil Vater Gottfried immer sagt, es sei
redlich den Gottesdiener zu gehorchen. Wie immer bekam ich als
Belohnung ein Snickers.
Dieser Kaplan Munzinger! Manchmal frage ich mich echt warum
er immer so tollpatschig ist. Naja...
Moral: Es ist redlich geistlichen behilflich zu sein. Oft
wird man dafür belohnt.
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