Shenmue
hebt sich von anderen Spielen vor
allem durch seine uneingeschränkte
Handlungsfreiheit ab. Der erste Teil
der Geschichte erinnert an bekannte
Kriminal-Storys, in denen der Detektiv
(hier: Ryo Hazuki) nach möglichen
Zeugen in der Bevölkerung sucht.
Über 500 unterschiedliche Charaktere
stehen im Spielverlauf Rede und
Antwort. Nach
und nach erhält man wichtige
Hinweise, die praktischer Weise in
einem Notizblock notiert werden.
Leider dauert es ein wenig, bis sich
die Story entwickelt. Während die
GD-Rom 1 nur durch die geniale
Präsentation begeistert, erreicht die
Geschichte auf den folgenden GD-Roms
fast Kinoniveau. Die Suche nach Lan Di
wird Ryo dabei auf wichtige Charaktere
treffen. Unter anderem Nozomi Harasaki,
eine gute Freundin von des Helden, die
anscheinend etwas für ihn empfindet.
Auf weitere Einzelheiten der Story
möchte ich aber nicht
eingehen... Das
Gameplay wird vor allem durch durch
die realistische Tageszeit
aufgewertet, die dafür sorgt, dass
bestimmte Ereignisse nur zu einer
bestimmten Zeit geschehen. Dadurch
eröffnen sich neue Möglichkeiten auf
dem Weg zum "realistischen"
Videospiel. Allerdings ebenso die
Tatsache, dass man lange auf dieses Ereignis
warten muss, z.B. bis die Bar am Abend
öffnet in der man Seeleute antrifft. Im
Spielverlauf tauchen immer wieder die
sogenannten QTE (Quick Time Events)
auf. Diese bestimmten
Spielsituationen, werden per
rechtzeitigem Tastendruck beeinflusst.
Verfolgt Ryo zum Beispiel eine
verdächtige Person, muss er dem
nahendem Mopedfahrer ausweißen.
Drückt der Spieler nun schnell genug
den angezeigten Button, weicht Ryo dem
Hindernis aus. Aber
auch Situationen in Echtzeit
versprechen Action. Dazu zählen die
im Spielverlauf immer häufiger anzutreffenden
Beat`em Up-Einlagen. Hierzu wird die
Perspektive in die typische Sicht
umgeschaltet, um die Kämpfe gegen
die, meist in Überzahl, auftauchenden
Gegner optimal einzufangen. Doch ohne
Fleiß keinen Preis: Die unzähligen
Moves wollen gelernt sein. Die
Fertigkeiten der einzelnen Techniken
(Faust-, Fuß- und Wurfangriffe)
werden mit jeder Trainingseinheit
verbessert. Dazu stehen spezielle Orte
oder Sparringspartner zur Verfügung. Im
späteren Verlauf muss Ryo im Hafen
als Gabelstaplerfahrer zu arbeiten, um
sein Guthaben aufzustocken oder
eine Spielpassage meistern, die
stark an Hideo Kojima's Metal Gear
Solid erinnert. Neben
solchen Auflockerungen sind es vor
allem andere Kleinigkeiten, die den
Storyverlauf unterhaltsam machen: In
der Spielhalle kann man z.B. alte
Sega-Klassiker anspielen. Dazu zählen
Hang On, Space Harrier, Darts 7 und
zwei Automaten , die den Spieler auf
die QTE vorbereiten
sollen.
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