Als
1999 der vierte Teil (genauer: Episode
I) der erfolgreichsten Filmreihe aller
Zeiten die Leinwände erblickte, waren
viele Fans von der Qualität des Streifens
enttäuscht. Einer der wenigen Lichtblicke
war die actionbetonte "Pod-Sequenz",
die dank ihrer wahnsinnigen Geschwindigkeit
überzeugte. Natürlich durfte
eine Umsetzung in einem Videospiel nicht
fehlen. Nach dem PC und Nintendo 64 kamen
auch DC-User mit Verspätung in den
Genuß des Funracers...
In
Star Wars Racer versetzt Euch in die Lage
der besten Rennpiloten der ganzen Galaxis.
Dazu zählen natürlich Anakin
"Vader" Skywalker und sein fieser
Widersacher Sebulba. Aber auch weitere
Nebenfiguren aus dem Film können
gewählt werden. Folgende Modi stehen
zur Auswahl:
Einzelspieler-Turnier:
In einer Turnierserie wird der beste
Pilot der "Galaktischen Meisterschaften"
gesucht. Dank relativ hohem Schwierigkeitsgrad
eine Herrausforderung für Profis.
Einzelrennen:
Alle freigespielten Strecken können
befahren werden.
Zeitrennen
2
Spieler-Modus: Duelliert Euch per Splitscreen
mit einenm menschlichen Konkurenten.
Internet:
Leider könnt Ihr nur Eure Punktstände
im Netz veröffentlichen.
Dank
der Star Wars-Lizenz stehen Euch 21 verschiedene
Pod-Racer zur Verfügung. Außerdem
könnt Ihr bis zu 25 Kurse freischalten,
die auf 8, z.T. aus den Filmen bekannten,
Planeten liegen.
Grafisch
ist das Spiel ein 1:1 Port der veralteten
PC-Version. Dies bedeutet, dass Ihr auf
einigen Strecken erbärmliche Texturen
ertragen müsst. Warum sich LucasArts
nicht die Mühe gemacht, die grafische
Qualität ein wenig anzuheben ist
mir Rätsel. Kapazitäten wären
auf jedem Fall vorhanden gewesen.
Jedes
Rennen wird mit einer kleinen Introsequenz
eröffnet. Dabei werden Planet, Gastgeber
und Rennstrecke kurz vorgestellt. Dies
alles geschieht Star Wars-untypsisch unspektakulär.
Danach
werdet Ihr von der pfeilschnellen Grafik
ohne Ruckeln zumindest teilweise entschädigt.
Auch
einige der späteren Strecken sehen
richtig schick aus und heben sich dezent
von den traurig anzusehenden Kursen zu
Beginn ab.
Wie
immer bei Games im Star Wars-Universum
begeistert der Soundtrack. Neben hektischen
Schlachtbegleitungen sind auch altbekannte
Themen aus den älteren Episoden dabei.
Durch die musikalische Begleitung ist
Kino-Atmosphäre vorprogrammiert !
SW-Racer
spielt sich wie "Wipeout" oder
"F-Zero": Man jagt mit einem
Vehikel in unterschiedlichen Welten durch
Rennkurse und musst dich gegen aggressive
Konkurenz durchsetzen. Dabei steht Dir
u.a. der aufladbare Boost zur Verfügung.
Die
Kurse sind oft sehr eng aufgebaut und
verfügen über eine große
Anzahl von Abkürzungen. Durch die
Übersichtskarte bleibt der Spieler
aber jederzeit auf dem neuestem Stand.
Dank
der überzeugenden Steuerung gehen
die schnellen Mannöver sehr gut von
der Hand. Außerdem lassen sich unterschiedliche
Schemen per Menü anwählen.
Die
KI der Gegner ist ordentlich und wie oben
erwähnt ist es kein Kinderspiel die
Rennserie zu beenden. Zur Unterstützung
können die Preisgelder in neue Einzelteile
investiert werden. Dazu ist nur ein Besuch
bei Watto, dem Schrotthändler aus
den Filmen, nötig. Aber auch Reparaturen
müssen getätigt werden, damit
in den aggressiven Rennen nicht frühzeitig
den Vehikel aufgibt.
Der
Multiplayer-Modus ist durchaus gelungen.
Dank hoher Framerate und zuschaltbaren
Gegner machen die Rennen auch per Splitscreen
Spaß. Allerdings solltet Ihr vorher
im Turnier-Modus aktiv gewesen sein, da
nur dort freigespielte Stecken gefahren
werden können.
Pro
& Contra:
+
Star
Wars Atmosphäre (dank Soundtrack)
+
Viele
Strecken und Charaktere
+
Motivierender
Saison-Modus
-
Unspektakuläres
Gameplay
-
Unterdurchschnittliche
Technik
Kommentar:
Eigentlich
ist SW Racer ein Spiel zum vergessen:
zum Teil peinliche Grafik und ein durchschittliches
Gameplay, wie man es in jedem zweiten
Funracer findet. Doch dank der Star Wars-Lizenz
und dem interessanten Saison-Modus ist
das Spiel zumindest für Jedis mit
Fahrerlizenz einen Blick wert. Für
alle anderen eine Alternative zu Crazy
Taxi, wenn es darum geht, die Mittagspause
zu überbrücken...